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Blick hinter die Kulissen

14 schweizer zahlenbuch 1 rundgang 2 2020 klett und balmer

Blick hinter die Kulissen

25 Jahre «Schweizer Zahlenbuch» | 12. Mai 2020

Die Neuausgabe des «Schweizer Zahlenbuchs» ist auf Kurs; Band 1 ist bereits erschienen. Wie viel ­knifflige Arbeit nötig ist, bis das führende Mathematik­lehrmittel in Druck geht, zeigt dieser Beitrag auf.

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Alexandra Wolf hat sich extra für die Arbeiten am «Schweizer Zahlenbuch» die Deutschschweizer Basisschrift angewöhnt.

Sorgfältig und konzentriert schreibt Alexandra Wolf Zahl für Zahl auf den Ausdruck einer Arbeitsheftseite. Wobei, eigentlich nicht auf den Ausdruck, sondern auf die Folie, die sie darübergelegt hat. Die fertige Folie übergibt sie vorsichtig an ­Kumrija Sahitaj. Die Allrounderin im Verlag nimmt die Folie mit weissen Stoffhandschuhen ebenso vorsichtig entgegen und scannt sie ein. Die Handschuhe sind nötig, damit möglichst keine Fingerabdrücke auf den Folien sind, die später aufwändig retuschiert werden müssten. Denn die gescannten Seiten werden danach der Grafikerin geschickt, die sie wiederum in die Lösungen zum Arbeitsheft des «Schweizer Zahlenbuchs» einfügt.

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Kumrija Sahitaj scannt die fertigen Folien vorsichtig.

Für alle sechs Hefte «Schweizer Zahlenbuch – Lösungen zum Arbeitsheft» schreibt Alexandra Wolf die Lösungen von Hand auf Folien. Auch für den Begleitband zum «Schweizer Zahlenbuch 1» kommt sie zum Zug – überall dort, wo Schulbuchseiten von Kinderhand ausgefüllt werden sollen und inklusive Lösung im Begleitband abgebildet werden. Warum tut Klett und Balmer sich das im 21. Jahrhundert an? Warum wählen die Projektleiterinnen nicht einfach eine Computerschrift, die wie eine Handschrift aussieht? «Wir haben sehr viele Möglichkeiten getestet», erklärt Antonia Fischer, redaktionelle Co-Projektleiterin des «Schweizer Zahlenbuchs». «Es hat sich gezeigt, dass es am authentischsten wirkt, wenn die Lösungen wirklich von Hand geschrieben werden.»

Alexandra Wolf arbeitet eigentlich in der Rechte- und Bildredaktion des Klett und Balmer Verlags. Sie hat aber ursprünglich Maschinenzeichnerin gelernt, wo sie perfekt, regelmässig und präzise schreiben musste. Ein Glücksfall für den Verlag. Weil die Handschrift immer schön gleichmässig sein muss, kann Alexandra Wolf nicht mehrere Stunden lang schreiben. So arbeitet sie häppchenweise die Lösungen ab. Am Schriftbild wären sonst Ermüdungserscheinungen erkennbar.

Eine weitere Herausforderung: Extra für die Arbeit am «Schweizer Zahlenbuch» musste sich Alexandra Wolf die Deutschschweizer Basisschrift angewöhnen.

Mittlerweile hat sie eine weitere Seite fertig. Und nimmt das nächste Arbeitsblatt und die nächste Folie. Und schreibt die nächste Zahl. Sorgfältig und konzentriert. Wer hätte gedacht, dass trotz Digitalisierung so viel qualitativ hochwertige Handarbeit im Mathematiklehrmittel steckt?



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