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«Mier sind ’s Nr. 1!»

Klassensong1 rundgang 2 2019 klett und balmer
«Ich habe den Wettbewerb zufällig auf der Website des Klett und Balmer ­Verlags gesehen und war sofort ­angetan.» Raphael Inniger, Musiklehrer der Schule Herzogenbuchsee

«Mier sind ’s Nr. 1!»

Primarschule – Musik | 14. Mai 2019

Wir hatten den besten Klassensong gesucht. Die Gewinnerklassen stammen aus Herzogenbuchsee und Obergoms im Wallis. Wir waren dabei, als die Berner Primarschüler ihren Gewinn einlösten – und losrappten.

«Ich habe den Wettbewerb zufällig auf der Website des Klett und Balmer ­Verlags gesehen und war sofort ­angetan.» Raphael Inniger, Musiklehrer der Schule Herzogenbuchsee

Das Video ist aufwändig inszeniert: Als Erstes fegt ein «Hurrikan» aus Pappe über den Pausenplatz. Als Nächstes sieht man Kinder an verschiedenen Instrumenten: am Xylofon, am Klavier, am E-Bass, hinter Djembé-Trommeln. Dann alle Schülerinnen und Schüler als Chor auf der Bühne, gefolgt von Tanz- und Rapeinlagen. Die Klasse 5a der Schule Herzogenbuchsee hat das Lied «Hurrikan» von Stop the Shoppers aus dem Musiklehrwerk «Kreschendo» liebevoll inszeniert und auf Video aufgenommen.

Hinter dem Projekt steht Raphael Inniger, Musiklehrer in Herzogenbuchsee. «Ich habe den Wettbewerb zufällig auf der Website des Klett und Balmer Verlags gesehen und war sofort angetan.» Da die Musikstunden nicht ausgereicht hätten, sicherte sich Inniger die Unterstützung von Klassenlehrerin Rageta Rasaratnam zu, die auch prompt zusagte. «Ich fand die Teilnahme am Musikwettbewerb eine sehr gute Idee.»

Ein Projekt für die ganze Klasse

Die Arbeit am Musikvideo gefiel den Schülerinnen und Schülern: Von Agrin kam der Vorschlag, einen Rap ins Video einzubauen, was er gleich mit seinem Schulkollegen Florian umsetzen konnte. Neben der Rapeinlage gibt es auch Tanzszenen. «Den Tanz haben wir zusammen erarbeitet, das war super», sagt Emma. Ein paar mühsame Sachen habe es schon gegeben, meint Leonie. So mussten die Schülerinnen und Schüler etwa den Refrain mehrmals wiederholen, bis er endlich passte. Gefallen habe ihr aber, bei Schnee und Regen über den Pausenplatz zu rennen. Sie hätten alles selbst gemacht, erzählt Céline. «Es hat mega Spass gemacht, den Hurrikan zu basteln.»

Wie erlebte Projektleiter Raphael Inniger die Arbeit am Video? «Ein so grosses Projekt zu stemmen war eine Herausforderung», sagt der Musiklehrer. Nur schon das Zeitmanagement war schwierig: «Die Kinder hatten viele tolle Umsetzungsideen – aus Zeitgründen konnten wir aber nicht alle übernehmen.» Insgesamt arbeitete die Klasse zwei Monate lang an dem Video. «Wir hatten also in der ohnehin schon strengen Adventszeit ein straffes Zeitprogramm», sagt Inniger. Er habe viel Zeit investiert, auch in seiner Freizeit. «Ich hatte zum Glück nie das Gefühl: Ich mag nicht mehr», sagt Inniger und lacht. Für ihn war es ein Highlight, gewisse Begabungen bei den Kindern zu entdecken. «Toll ist auch das Resultat, das fertige Video. Es war eine sehr wertvolle Erfahrung, ich habe selbst viel gelernt.»

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Rapworkshop mit MC Tomahawk

Der Einsatz hat sich gelohnt: Die Herzogenbuchseer überzeugten am meisten und holten sich den Gewinn auf Stufe Primar. Auf der Sekundarstufe stammt die Sieger­klasse aus Obergoms, Oberstufe Münster. Sie hatten das Lied «Up in the sky» von 77 Bombay Street gewählt.

Der Gewinn war ein Rapworkshop mit dem Zuger Künstler MC Tomahawk alias Thomas Murer. In Herzogenbuchsee findet der Workshop an einem Montagnachmittag Ende März in der Aula der Schule statt. MC Tomahawk begrüsst die Schülerinnen und Schüler, stellt sich kurz vor, erzählt, dass er seit 15 Jahren rappt – und gibt auch gleich eine Kostprobe dieses rhythmischen Sprechgesangs in Reimform. Bei der zweiten Einlage müssen die Kinder aufstehen, in die Knie gehen, mitwippen. Nach einer Einführung in die Geschichte des Hiphops und damit des Raps erklärt Thomas Murer die Bausteine eines Raps. Dann ist die Klasse dran. Mithilfe von Murer kreieren sie gemeinsam ihren ersten Raptext:

«Mir sitzed i de Schuel und putzed üsi Schueh,
eeeyoo, mier hend nüd anders z’tue.
Mir lached im Chreis und mached Mais,
egal was mier mached, mier sind ’s Nr. 1!»

So vorbereitet, machen sich die Schülerinnen und Schüler daran, in Kleingruppen oder alleine ihre eigenen Raps zu schreiben. Diese tragen sie danach vor der ganzen Klasse vor – und die Gäste staunen, welch gute Texte da über Geschwisterliebe, Freundschaft und andere Themen entstanden sind.

Nach dem Workshop ist Inniger zufrieden: «Thomas Murer hat die Kinder gut abgeholt, es hat Spass gemacht. Ich werde mit der Klasse sicher wieder etwas Ähnliches ausprobieren.»

Die Siegervideos sind online: www.klett.ch/klassensong

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