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Schweizer Zahlenbuch

Im Team zum Erfolg

Die vier Autorinnen der Neuausgabe des «Schweizer Zahlenbuchs 1–4» setzen sich nach getaner Arbeit an einen Tisch und blicken auf eine intensive Zeit zurück. Gemeinsam sprechen sie über ihre Zusammenarbeit, persönliche Eindrücke und die grundlegenden Neuerungen.

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Johanna Wehrlin Reidy, Schulleiterin, Dozentin für Fachdidaktik Mathematik am Institut Primarstufe der PH Bern, ehemalige Primarlehrerin

Am spannendsten war es, wenn jede ihre spezifischen Perspektiven, Standpunkte und Argumente eingebracht hat.
Johanna Wehrlin Reidy

Katrin Kocher, Rita Krummenacher, Lis Reusser und Johanna Wehrlin Reidy begrüssen sich herzlich mit Umarmungen, zu hören sind lautes Lachen und kleine Insiderwitze. Die Frauen vereinen durch die Erfahrung auf ihren jeweiligen Fachgebieten eine geballte Ladung an Know-how. Sie alle sind oder waren PH-Dozentinnen und verfügen über eine ausgewiesene Unterrichtspraxis. Gemeinsam haben sie als Autorinnen an der Neuausgabe der Bände 1–4 des «Schweizer Zahlenbuchs» mitgewirkt. Seit dem aktuellen Schuljahr ist Band 4 erhältlich und macht die Reihe damit komplett. Grund genug, die vergangenen Jahre noch einmal Revue passieren zu lassen.

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Katrin Kocher, Schulleiterin, davor Dozentin für Fachdidaktik Mathematik an der PH Luzern, ehemalige Primarlehrerin

Für uns war es wichtig, dass wir alle geschlossen hinter unserer Arbeit stehen können.
Katrin Kocher


Über die grundlegenden Neuerungen und die Besonderheiten

Auf die einleitende Frage, ob sie mit der fertigen Neuausgabe zufrieden sind, antworten alle vier mit einem Nicken. Bisher haben sie nur positive Rückmeldungen zum entstandenen Lehrwerk erhalten. Ein zentrales Element hebt sich dabei besonders hervor: die beliebten Unterrichts-Cockpits, die eine klare Übersicht bieten und die Planung des Unterrichts auch für Einsteigerinnen und Einsteiger erleichtern. «Die dort enthaltenen Hinweise sind so präzise, dass die Lehrpersonen genau wissen, was sie tun müssen. Gerade bei den Differenzierungshinweisen ist das übersichtlich gelungen», findet Katrin Kocher. Rita Krummenacher stimmt ihr zu und fügte an: «Eine grosse Stärke des ‹Schweizer Zahlenbuchs› ist der Praxisbezug. In den Unterrichts-Cockpits zeigt sich dieser ganz besonders ausgeprägt.»

Dass die reichhaltigen Begleitmaterialien einen klaren Mehrwert bieten, findet auch Lis Reusser: «Lehrpersonen, die mit diesen Materialien lehren, profitieren. Es ist ein Jahrgangslehrmittel, durch die AdL-Planungen kann der Inhalt aber tatsächlich sehr gut in Mischklassen angewendet werden. Ich bin stolz auf das Gesamtprodukt, es ist ein sehr schönes Projekt geworden.»

Eine konzeptionelle Neuerung des Lehrmittels ist die optische Darstellung der Inhalte auf thematischen Doppelseiten. Dadurch sind sie strukturiert, übersichtlich und gut handhabbar. «Es führt zu einer Fokussierung des Unterrichts, wenn man als Lehrperson weiss, dass man nun beispielsweise zwei Doppelseiten lang mit den Schülerinnen und Schülern an einem bestimmten Thema arbeiten kann. Es ist nicht nur eine visuelle Hilfe, auch die thematische Vertiefung wird erleichtert», sagt Johanna Wehrlin Reidy. Was ihr ebenfalls gefällt, ist der offene Einstieg in ein neues Thema. Mit handlungsorientierten Aufgaben werde von Anfang an eine Differenzierung ermöglicht.

Rita Krummenacher weist auf einen weiteren Punkt hin: «Man kann das ‹Schweizer Zahlenbuch› auch sprachunterstützend einsetzen, dafür eignet es sich besonders gut. Lehrpersonen können mit Satzbausteinen arbeiten, es werden immer die gleichen Wörter für bestimmte Begriffe verwendet. Darauf haben wir und die Redaktorinnen sehr genau geachtet.» Johanna Wehrlin Reidy ergänzt, dass Sprachhandlungen sowohl im Schulbuch als auch im Arbeitsheft und in den Lernkontrollen gezielt gefördert würden: «Dadurch werden Kindern vielfältige Sprachhandlungen wie das Benennen, Beschreiben, Begründen und Argumentieren ermöglicht, was zu einem vertieften Verständnis beiträgt.»

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Rita Krummenacher, Dozentin für Mathematik und Fachdidaktik Mathematik an der PH Luzern, ehemalige Gymnasial- und Primarlehrerin

Der Ansporn, es immer noch besser machen zu wollen, hat zur hohen Qualität des Lehrwerks beigetragen.
Rita Krummenacher

Über die kooperative Arbeit und den Austausch untereinander

Bereits von Beginn weg waren sich die Frauen einig, dass sie die Verantwortung für die Inhalte des «Schweizer Zahlenbuchs 1–4» zu gleichen Teilen übernehmen wollen. Dies setzte aber auch voraus, dass ein reger Austausch stattfinden musste: Kapitel und Seiten wurden untereinander aufgeteilt, die erarbeiteten Inhalte jedoch fortlaufend wieder untereinander besprochen und auf diese Weise im Kollektiv weiterentwickelt.

Zu Beginn des Projekts, dessen Startschuss bereits 2017 erfolgte und das im vergangenen Jahr seinen Abschluss fand, traf sich die Gruppe zusammen mit der Projektleitung des Verlags jeden Monat. Und dann kam die Corona-Pandemie. Sie wechselten auf Zoom-Meetings und sahen sich nun zum Teil im Wochenrhythmus. Manchmal zu viert, manchmal nur zu zweit oder dritt, doch der Dialog war stets vorhanden. «Für uns war es wichtig, dass wir alle geschlossen hinter unserer Arbeit stehen können. Es gab Seiten, die entstanden ganz natürlich und leicht, und solche, bei denen wir kämpfen mussten. Bis alle einverstanden waren, konnte es manchmal dauern. Dabei hatten wir aber die Offenheit, auch mal zu sagen: ‹Lasst uns nochmal von vorne anfangen›», erzählt Katrin Kocher. Rita Krummenacher ergänzt: «Der Ansporn, es immer noch besser machen zu wollen, hat sicherlich zur hohen Qualität des Lehrwerks beigetragen.»

Das Arbeitspensum sei während dieser Zeit für sämtliche Beteiligte entsprechend hoch gewesen. «Neben unseren Haupttätigkeiten, denen wir ja nach wie vor nachgegangen sind, haben wir also auch noch das ‹Schweizer Zahlenbuch› überarbeitet», erzählt Lis Reusser schmunzelnd. Eine anstrengende Zeit, bei der aber alle vier Frauen ihre jeweiligen Stärken einfliessen lassen konnten. «Am spannendsten war es immer, wenn jede von uns ihre spezifischen Perspektiven, Standpunkte und Argumente eingebracht hat. Wann hat man sonst schon so einen vertieften Austausch miteinander?», fragt Johanna Wehrlin Reidy in die Runde und erntet Zustimmung. Katrin Kocher fügt hinzu, dass die Arbeit am Lehrmittel viel Freude gemacht habe und sie einiges dazugelernt hätten: «Ich bin Schulleiterin und Dozentin und war zuvor als Lehrerin tätig, aber nun kamen auf einmal ganz neue Tätigkeiten auf mich zu, wie zum Beispiel das Einbringen unserer Meinung bei Layout- und Gestaltungsfragen. Wir durften sehr vieles mitentscheiden, das war interessant und lehrreich.»

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Lis Reusser, Dozentin für Fachdidaktik Mathematik am Institut für Heilpädagogik der PH Bern, Heilpädagogin, ehemalige Primarlehrerin

Lehrpersonen, die mit diesen Materialien unterrichten, profitieren.
Lis Reusser

Über persönliche Highlights und was man mitnimmt

Als wir fragen, was ihnen beim Blick zurück in besonderer Erinnerung geblieben ist, hören wir verschiedene Antworten. Bei Katrin Kocher war es die Entwicklung von den ersten Skizzen bis zum fertigen Layout. «Ich weiss noch gut, als die Projektleiterin des Verlags uns die ersten Layoutentwürfe zeigte. Zu sehen, wie beispielsweise die Unterrichts-Cockpits und deren Einheiten zum Thema ‹Handeln und Spielen› zum Leben erweckt wurden, das war schon etwas Einmaliges», erinnert sie sich. Lis Reusser erzählt, dass es Seiten gab, die sie richtiggehend umgehauen hätten – im positiven Sinne. Manchmal gestaltete sich die Umsetzung der konkreten Gedanken als schwieriger.

Rita Krummenacher erklärt es so: «Die Darstellungen sind ja nicht einfach nur Bilder, sie transportieren mathematische Inhalte. Zu Beginn haben wir unsere Vorstellungen nicht klar genug ausformuliert. Wir mussten zuerst merken, wie genau wir unsere Überlegungen zu beschreiben haben, damit die Zeichnerin – die ja selbst keine Mathematikerin ist – verstand, was wir meinten. Das war für uns eine Herausforderung, bei der wir viel dazugelernt haben.» Johanna Wehrlin Reidy reiht ein weiteres Highlight an: «Sehen zu dürfen, dass unsere Überlegungen in der Praxis ankommen und funktionieren. Dass unser Lehrmittel so nutzerfreundlich ist und sogar der sprachsensible Mathematikunterricht erfolgreich umgesetzt werden kann, ist für mich die schönste Bestätigung und freut mich am meisten.» Lis Reusser würde sie auch deshalb nochmals machen, die Arbeit als Autorin. «Das erste ‹Zahlenbuch› hielt ich bereits 1993 in der Hand. Ich habe selbst viel damit earbeitet und mir bereits damals Gedanken gemacht, auch im Austausch mit anderen Lehrpersonen, was man verändern könnte. Nun, da ich selbst an der Überarbeitung beteiligt war, identifiziere ich mich noch einmal auf eine ganz andere Art und Weise damit», sagt sie.

Wie die Arbeit mit dem «Schweizer Zahlenbuch» im Unterrichtsalltag aussehen kann, lesen Sie im Beitrag «Zurück zum ‹Schweizer Zahlenbuch›»: Zwei Lehrerinnen erklären, warum sie das Mathematiklehrmittel so schätzen.

schweizerzahlenbuch.ch

Die Autorinnen unter sich: Lis Reusser, Johanna Wehrlin Reidy, Katrin Kocher und Rita Krummenacher (v. l. n. r.)


Aufruf zur Erprobung: «Schweizer Zahlenbuch Kindergarten»

Auf die Neuausgabe des «Schweizer Zahlenbuchs» folgt auf das Schuljahr 2026/27 der nächste Streich: Das «Schweizer Zahlenbuch Kindergarten» kommt! Sind Sie Kindergarten- oder Basisstufenlehrperson und möchten das Material auf seine Praxistauglichkeit prüfen? Dann freuen wir uns, wenn Sie mit Projektleiterin Emilie Cherlet Kontakt aufnehmen: emilie.cherlet@klett.ch.


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