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Die kleinen Sprachstarken – Didaktik

Kindergartenkinder kommen aus vielfältigen Lebenswelten. Sie bringen unterschiedliche Spracherfahrungen mit, die es im Unterricht zu berücksichtigen gilt. In Anlehnung an den Spracherfahrungsansatz als didaktisches Konzept für das Lesen- und Schreibenlernen im Anfangsunterricht (Brinkmann & Brügelmann, 2021) knüpft das Lehrmittel «Die kleinen Sprachstarken» an die individuellen Erfahrungen der Kinder an.

«Die kleinen Sprachstarken» basieren auf einem ganzheitlichen Lernverständnis. Das Lehrmittel soll die Kindergartenlehrpersonen dabei unterstützen, spielerischen, fächerübergreifenden und kompetenzfördernden Unterricht durchzuführen, wie das für die ersten zwei Jahre des Zyklus 1 typisch ist.

Da in den ersten beiden Jahren des ersten Zyklus der fächerübergreifende Unterricht dominiert, arbeitet das Lehrmittel mit praxisnahen, alltäglichen Themen. Dazu wird in allen Themen an passenden Stellen aufgezeigt, wie das Angebot fächerübergreifend genutzt werden kann.

«Die kleinen Sprachstarken» folgen dem Lehrplan 21 und den entwicklungsorientierten Zugängen.

Kompetenzorientierung

Als kompetenzorientiertes Lehrmittel stellen «Die kleinen Sprachstarken» anforderungsreiche Aufgaben zur Verfügung, sodass Kinder ihr Wissen, ihr Können und ihre Einstellungen/Motivation festigen und erweitern können, um Probleme zu lösen und in variablen Situationen erfolgreich und verantwortungsvoll zu handeln (Weinert, 2002). Die Aufgabensets im Lehrmittel «Die kleinen Sprachstarken» sind gemäss dem LUKAS-Modell (Luzerner Modell zur Entwicklung kompetenzfördernder Aufgaben-Sets) aufgebaut.

Entwicklungsorientierte Zugänge

Entsprechend dem Lehrplan 21 stehen zu Beginn der Schulzeit die entwicklungsorientierten Zugänge im Zentrum: Der Unterricht orientiert sich an der individuellen Entwicklung der Kinder. Beim Eintritt in den Kindergarten, die Basis- oder Grundstufe bringen die Kinder unterschiedlichste Erfahrungen mit, auf denen der Unterricht mit den «Kleinen Sprachstarken» aufbaut. Das Lehrmittel versucht, die Heterogenität der Kinder nutzbar zu machen und ausgehend von den individuellen Voraussetzungen sprachliche Entwicklungs- und Lernprozesse anzustossen. Gleichzeitig schaffen die entwicklungsorientierten Zugänge eine Brücke hin zu den Fachlehrplänen.

Altersdurchmischtes Lernen

Das Lehrmittel legt den Fokus auf die ersten zwei Jahre des ersten Zyklus. Einzelne Aspekte können aber durchaus auch im weiteren Verlauf dieses Zyklus eingesetzt werden, beispielsweise in altersdurchmischten Klassen. Da sich die Kindergartenkinder sowieso massgeblich hinsichtlich der Entwicklung unterscheiden, beinhalten die Lernaufgaben aller Themen Angaben zur Differenzierung. So bieten «Die kleinen Sprachstarken» eine optimale Grundlage, um in altersdurchmischten Klassen zu unterrichten. Durch die Strukturierung in Bausteine lassen sich die Aufgaben problemlos mit dem Lehrmittel «Die Sprachstarken 1 und 2» verbinden.

Deutsch als Zweitsprache (DaZ)

Einige Kinder wachsen ein- oder mehrsprachig auf, andere haben im Kindergarten den ersten Kontakt mit der Sprache Deutsch. Die Mehrsprachigkeit wird im Lehrmittel «Die kleinen Sprachstarken» als Ressource genutzt. Die Kinder werden dazu angeregt, Sprachvergleiche zu machen und ihre Erstsprache(n) zu untersuchen. Im Sinne eines sprachsensiblen Unterrichts bietet das Lehrmittel Unterstützungshilfen, um Kinder mit Deutsch als Zweitsprache (DaZ) im Kindergartenalltag zu fördern.