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Open World

Wie baut man Wortschatz auf?

Anhand weniger Wörter das Wichtigste sagen können: Wie das mit «Open World» gelingt, unserem Lehrwerk für Englisch als erste Fremdsprache, erfahren Sie in diesem Beitrag unserer Englischredaktion.

Am Ende des Englischunterrichts auf der Sekundarstufe I sollen die Lernenden «über einen angemessenen Wortschatz verfügen, um sich mündlich und schriftlich zu äussern» (Lehrplan 21). Wie wird dies mit «Open World» erreicht? Oder anders gefragt: Welche von den rund 500 000 Wörtern der englischen Sprache sind «angemessen» und wie sollen sie gelernt werden? Die gute Nachricht vorweg: Mit relativ wenig erreicht man ganz viel – wenn die Auswahl stimmt.

Der Wortschatz-Eisberg

Es gibt ein statistisches Phänomen, das in allen Sprachen beobachtet werden kann: Die Anzahl der Wörter, die sehr häufig verwendet werden, ist relativ klein. Sie bilden die besonders gut sichtbare Spitze des Wortschatz-Eisbergs. Ungleich grösser ist im Vergleich der übrige Wortbestand, doch diese Wörter werden «weniger häufig», «selten», «nur in gewissen Zusammenhängen» oder «nur passiv» gebraucht.

Die Spitze des Eisbergs kann mit dem Grundwortschatz des Englischen gleichgesetzt werden. Er umfasst den Alltags­wortschatz mit Wörtern wie do, say, father, ­mother, fast, loud und die sogenannten Funktionswörter wie a, the, and, not, more. Zu diesem Grundwortschatz gehören rund 3000 Wörter. Mit ihnen kann man sich im alltäglichen Leben gut verständigen.

Der riesige Rest umfasst alle spezifischen Themen­bereiche, Berufe, Fachdisziplinen, Situationen sowie auch alter­tümliche oder ganz neue Wörter. Beispiele dazu: neuroscientist, curate, vacuous, erstwhile, paywall. Solche Wörter werden deutlich seltener gebraucht als die Wörter des Grundwortschatzes.

Das Muster der Muttersprache

In der Muttersprache folgt der Wortschatzerwerb einem klaren Muster. Babys und Kleinkinder eignen sich Schritt für Schritt diejenigen Wörter an, die sie für ihre unmittelbaren kommunikativen Bedürfnisse benötigen. Mit zunehmendem Alter und einer komplexer werdenden Erfahrungswelt wächst auch der Wortschatz mit. Dieser Prozess ist selbst im Erwachsenenalter noch nicht abgeschlossen. So verfügen erwachsene Sprecherinnen und Sprecher englischer Muttersprache über einen Wortschatz von rund 20 000 Wörtern. Je nach sprachlicher Aktivität können pro Lebensjahr weitere 1000 Wörter dazukommen.

Systematischer Aufbau im Fremdsprachen­unterricht

Der Wortschatzaufbau im Fremdsprachenunterricht orientiert sich am Muster des Mutterspracherwerbs: Es ist am wirkungsvollsten, zuerst die im Alltag am häufigsten gebrauchten Wörter zu lernen. Darauf aufbauend kann thematischer Wortschatz erschlossen werden. Was in der Muttersprache auf natürliche Weise passiert, wird im Setting eines Fremdsprachenlehrmittels sorgfältig geplant. Die Einführung von neuem Vokabular erfolgt in «Open World» nach den Erkenntnissen der neusten linguistischen Forschung. In der Überarbeitung von «Open World» hat die von Klett und Balmer entwickelte computerlinguistische Software «Vocbuilder» mitgeholfen, einen stufengerechten Wortschatzaufbau sicherzustellen. Damit wird das Englisch aus der Primarschule («Young World») auf der Oberstufe systematisch und stufengerecht erweitert, bis die Lernenden am Ende der Sekundarschule den benötigten Grundwortschatz in Englisch haben. Zudem ist angelegt, dass sie als fortgeschrittene Lernende in weitere Vokabularbereiche vorstossen können – schulisch, beruflich oder privat. Dank der Beschäftigung mit den verschiedenen topics in «Open World» verfügen sie bereits über einen ausbaufähigen Grundstock an thematischem Vokabular.

Die Wortschatzbausteine in «Open World»

In «Open World» beginnt jede Unit mit einer Panoramaseite im Coursebook. Nebst einem Stimmungsbild, einer anregenden Frage, den goals und dem focus sind auch die jeweiligen keywords aufgelistet. Die keywords sind die thematischen Schlüsselwörter, welche die Lernenden in der Unit immer wieder brauchen werden. Das Teacher’s Book gibt vielfältige didaktische Hinweise, wie bereits anhand der keywords am Thema der Unit gearbeitet werden kann.

Der aufzubauende Lernwortschatz (words to learn) zu jeder Unit ist im Lernheft Language Companion zusammengefasst. Jeder Worteintrag enthält Angaben zur Wortart, zur Aussprache, zur deutschen Übersetzung sowie zur typischen Verwendung, damit die Wörter im Kontext gelernt werden können. Im Bereich My words ergänzen die Lernenden eigene Wörter zum Thema.

Im hinteren Teil des Language Companion befindet sich die alphabetical wordlist. Dieses kompakte Nachschlagewerk für «Open World» enthält nebst dem gesamten Lernwortschatz auch diejenigen Wörter aus den Units, für die ein passives Verständnis ausreicht. Lehrpersonen finden eine nützliche Excel-Version des Gesamtwortschatzes in den Online-Materialien, die via Teacher’s Book auf meinklett.ch zugänglich sind, während Lernende auf Quizlet eine weitere Möglichkeit haben, sich die words to learn zu eigen zu machen. Wer mit «Open World» Englisch lernt, ist also nie um gute Wörter verlegen.

Der von Klett und Balmer entwickelte «Vocbuilder» wird auch bei der Entwicklung unserer weiteren Fremdsprachlehrmittel eingesetzt.

Open World


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