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Die Sprachstarken

Theater und Sprache: gut kombiniert

«Die Sprachstarken» einmal anders erleben: «Die Ideenreichen» ermöglichen einen kreativ-spielenden Zugang zum Lehrmittel und verbinden das Fach Deutsch mit Theaterpädagogik. Eine Entwicklung der Pädagogischen Hochschule Luzern, die neue Möglichkeiten schafft.

Was seinen Ursprung in der Coronazeit hatte, ist zu einem ausgewachsenen Projekt geworden: «Die Ideenreichen», eine Anreicherung zum Deutschlehrmittel «Die Sprachstarken», entwickelt vom Zentrum Theaterpädagogik der Pädagogischen Hochschule Luzern. Die Begleithefte regen Kinder wie Lehrpersonen dazu an, einen bewegten und ganzheitlichen Unterricht zu erleben. Dabei werden Spiele, Übungen und Unterrichtsideen vermittelt. Alisha Spring, ausgebildete Theaterpädagogin und zuvor neun Jahre als Primarlehrerin in der 5. und 6. Klasse tätig, ist seit einem Jahr für das Projekt verantwortlich. Beim gemeinsamen Gespräch erfahren wir mehr darüber.

Alisha Spring, was sind «Die Ideenreichen» genau und wie sind sie entstanden?

Alisha Spring: Ich bin erst seit einem Jahr an der PH Luzern, darum hatte der Grundgedanke bereits vor meiner Zeit dort seinen Ursprung. Den Plan, Theater und Schule miteinander zu verbinden, hatte meine Kollegin Fiona Wobmann bereits länger im Kopf. Während der Pandemie konnten viele unserer Projekte an den Schulen nicht durchgeführt werden, daher stand nun die Zeit zur Verfügung, sie weiterzuverfolgen. Fiona entschied sich, das Deutschlehrmittel «Die Sprachstarken» zu nehmen und dieses entsprechend anzureichern, und am Ende hat das gesamte Team daran mitgewirkt. Und damit zur Frage, was «Die Ideenreichen» sind: Wir erarbeiten Begleithefte, die Inspirationen für einen sinnlich wahrnehmenden, theaterpädagogischen Zugang zur Sprach- und Erlebenswelt der Kinder anbieten. Mit gezielten Fragestellungen und Spieleinheiten wird die Fantasie der Kinder angeregt.

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Worin besteht Ihre Arbeit?

Ich habe sämtliche Begleithefte der «Ideenreichen» erarbeitet und war auch mit einer Lektorin und einem Grafiker im intensiven Austausch. Dabei bin ich jede einzelne Doppelseite durchgegangen und habe geschaut, ob alles passt oder ob mir noch weitere Ideen dazu einfallen. Zudem habe ich die Workshops entwickelt, die wir neu anbieten. Diese können für die ganze Klasse gebucht werden oder als Lehrerweiterbildung. Letztere zeigt den Lehrpersonen, wie unsere Spiele und Ideen funktionieren. «Die Ideenreichen» bilden aber nur einen Teil meiner täglichen Arbeit. Als Theaterpädagogin begleite ich unter anderem Theaterprojekte in Schulklassen oder führe Workshops zu unterschiedlichen Themen durch.

Wie muss man sich das vorstellen, sind das vorwiegend Spiele oder wird auch tatsächlich Theater gespielt?

Beides! Es gibt theaterpädagogische Basisspiele, diese haben viel mit der Wahrnehmung zu tun: Wahrnehmung des Körpers, des Raumes oder des Gegenübers. Es gibt aber auch Improvisationsspiele, da ist man direkt in einer Szene drin und spielt Improvisationstheater, je nach Stufe noch angeleitet, um die Kinder nicht zu überfordern. Und genau diese Improvisationen kann man wunderbar an die Inhalte der «Sprachstarken» anpassen.

Das Lehrmittel ist nicht nur dazu da, dass jedes Kind damit auf seinem Stuhl sitzt. Es kann noch so viel mehr!»
Alisha Spring, Theaterpädagogin an der Pädagogischen Hochschule Luzern

Warum eignen sich «Die Sprachstarken» besonders gut dafür?

An den «Sprachstarken» gefällt mir die Vielfalt der Themen. Oder nehmen wir die Wimmelbilder: Diese eignen sich hervorragend als Spielvorlage. Viele Lehrpersonen neigen dazu, etwas zu «verkopft» in ein Thema einzusteigen. Anstatt sich mit der Klasse in den Kreis zu setzen und die Figuren auf dem Bild zu suchen, kann man diese Szenen auch spielen. Man kann sich in die abgebildeten Figuren oder Szenen hineinversetzen und schon hat man einen Kontext. Wir arbeiten viel mit Klebeband, so bildet man beispielsweise ganz unkompliziert einen Raum ab. Es braucht nicht viel, nur etwas Mut, Ungewohntes auszuprobieren. Es lohnt sich, denn «Die Sprachstarken» enthalten grossartiges Material. Das Lehrmittel ist nicht nur dazu da, dass jedes Kind damit auf seinem Stuhl sitzt (lacht).Es kann noch so viel mehr!

Das klingt spannend!

Wir zeigen eine weitere Herangehensweise. Für viele Lehrpersonen ist diese neu. Aber oftmals liegt gerade dem Kind die Theaterarbeit, es ist schnell im Spiel drin. Dieses Spielerische geht manchmal ein bisschen verloren, auch zuhause. Je höher die Schulstufe, desto stärker. Es ist uns ein Anliegen, die Lust am Spielen – eben zum Beispiel über den Schulstoff – beizubehalten.

Haben Sie ein konkretes Beispiel?

Es gibt Ideen von uns, die sich überall gut einsetzen lassen. Wenn die Kinder zu einem Thema einen Vortrag oder eine Gruppenarbeit präsentieren sollen, dann spielen wir «PowerPoint». Die Kinder verwenden dabei aber nicht den PC, sondern sie stellen die «Bilder» dar oder spielen eine «Videosequenz» vor. Das macht Spass und bildet ein Gerüst, das sich über fast jeden Inhalt oder fast jedes Fach stülpen lässt.

Wie lange dauert ein Workshop?

Von uns sind drei Lektionen angedacht, wir passen unser Angebot aber individuell an die Bedürfnisse der Schule an – auch inhaltlich. Zuerst gibt es ein Aufwärmen und Kennenlernen, denn ein Workshop ist ja immer auch etwas Persönliches. Für die Lehrpersonen ist es wichtig, dass mindestens sechs Personen mitmachen, damit sie die Spiele auch selbst ausprobieren können.

Warum lohnt sich ein Workshop für Lehrpersonen?

Die bisherigen Teilnehmenden haben vor allem geschätzt, dass sie einen metaphorischen Rucksack erhalten, aus dem sie bei Bedarf etwas herausnehmen und damit loslegen können, ohne grosse Vorbereitung. Als Lehrperson muss man auf die unterschiedlichsten Situationen und Stimmungen der Klasse reagieren, da ist es nützlich, wenn man einfach eine Idee zücken und anwenden kann.

Was sind weitere Benefits?

Es werden auch überfachliche Kompetenzen gefördert. Es geht um Auftrittskompetenz, Selbstreflexion, Spontaneität, Kommunikation und Sozialkompetenz. Und all das kann mit einfachen Spielen trainiert werden. Es wäre daher schön, wenn «Die Ideenreichen» einen verbreiteten Einzug in die Klassenzimmer finden würden.

phlu.ch > «Die Ideenreichen»

Alisha Spring hat sämtliche Begleithefte der «Ideenreichen» erarbeitet. Sie entwickelt und führt Workshops, die zeigen, wie kreativspielend ein bewegter und ganzheitlicher Unterricht entstehen kann.


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