Das Lehrmittel orientiert sich am Begleitband zum Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER), welcher vier zentrale Fertigkeiten unterscheidet: Rezeption, Produktion, Interaktion und Mediation. Ausserdem liegt das Rahmenkonzept des Bundesrats für die sprachliche Integration von Migrantinnen und Migranten – fide – mit seinen insgesamt elf Handlungsfeldern, darunter «Wohnumgebung», «Arbeit und Arbeitssuche», «Behörden», «Medien und Freizeit», «Gesundheit», «Weiterbildung» oder «Verkehr», den Themen der Kapitel zugrunde.
Die Kapitel sind klar strukturiert und bieten Auftaktseiten mit Lernzielen sowie abschliessende «Check»-Seiten zur Reflexion und Selbsteinschätzung. Die Didaktik ist handlungsorientiert und fördert selbstständiges Lernen, wobei Reflexion und Vergleich mit der eigenen Lebenswelt eine zentrale Rolle spielen. Das Lehrwerk kombiniert Standardsprache mit Mundart und vermittelt Strategien, um das Nebeneinander von zwei Sprachformen in der Schweiz zu meistern.
Das Lehrwerk «Grüezi – guten Tag» legt grossen Wert auf die Integration von Standardsprache und Mundart, um den Lernenden die sprachliche Realität in der Schweiz näherzubringen. Es bietet Strategien, um Hochdeutsch und Mundart erfolgreich zu nutzen, und fördert das Hörverstehen der Mundart, sodass die Lernenden sich sicherer im Alltag bewegen können.
Handlungsorientiertes Lernen steht im Vordergrund, wobei Projekte den Transfer des Gelernten in die Lebenswelt der Lernenden unterstützen. Diese Aktivitäten sind darauf ausgelegt, das Selbstvertrauen und die Selbstständigkeit der Lernenden zu stärken. Zudem soll die Grammatik induktiv erworben werden. Die Lernenden entdecken Regeln selbst und wenden diese spielerisch an. Der Wortschatz wird in authentischen Kontexten vermittelt und durch Techniken wie «Gruppieren» und «Wortfelder erstellen» nachhaltig gefestigt. Hörverstehen wird durch gezielte Übungen trainiert, die reale Alltagssituationen simulieren, während das Leseverstehen durch eine Vielfalt an Textsorten und Lesestilen gefördert wird. Beide Fertigkeiten werden durch Vorentlastung und Transferaufgaben unterstützt, um den Bezug zur Lebenswelt der Lernenden herzustellen. Insgesamt verbindet das Lehrwerk sprachliche Fertigkeiten mit handlungsorientierten Ansätzen, die eine praxisnahe Anwendung ermöglichen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der kulturellen und sozialen Integration. Die Themen des Lehrwerks sind an die Lebensrealität in der Schweiz angepasst und fördern das Verständnis für schweizerische Gepflogenheiten und soziale Erwartungen. Erwachsenengerechtes Lernen wird durch praxisnahe Themen und Übungen unterstützt, die auf die Bedürfnisse Erwachsener abgestimmt sind. Dies wird durch den Einbezug der Erfahrungen und Kenntnisse der Lernenden in die Kursaktivitäten und durch Projekte ausserhalb des Kursraums ergänzt.
Die digitale Unterstützung und die Binnendifferenzierung ermöglichen ein flexibles und individuelles Lernen. Interaktive Übungen und digitale Materialien bieten den Lernenden die Möglichkeit, die Inhalte aus dem Unterricht zu wiederholen und zu festigen.
Insgesamt bietet «Grüezi – guten Tag» eine umfassende und praxisorientierte Grundlage für Deutsch als Zweitsprache in der Schweiz.
Mirjam Bernhard arbeitet redaktionell für die Lernangebote von SRF school. Davor unterrichtete sie Grundkompetenzen für Berufsqualifizierungskurse sowie DaF/DaZ im In- und Ausland. Sie war viele Jahre als Ausbilderin, Prüferin und Prüfungsautorin tätig. Privat pendelt sie zwischen Zürich und dem Bodensee und schreibt ihre Texte am liebsten im Zug.
Matthias Seewer verfügt über langjährige Erfahrung im Unterrichten von Deutsch als Fremdsprache mit unterschiedlichen Zielgruppen. Er war auch an konzeptionellen Projekten zur Kursplanung beteiligt. Um die Perspektive der Lernenden nicht aus den Augen zu verlieren, macht er sich immer wieder daran, selbst eine neue Sprache zu erlernen.
Ursula Holzer Zeh hat in verschiedenen Ländern DaZ- und DaF-Kurse unterrichtet, Workshops angeboten, Kursleitende ausgebildet und ein DaZ-Programm für Geflüchtete als Verantwortliche geleitet. Momentan prüft sie an mehreren Institutionen nach fide. Sie kennt die Zielgruppe im DaZ-Bereich bestens.
Maria Walser verfügt über langjährige Erfahrung als DaZ-Kursleiterin. Bei ihrer zusätzlichen Tätigkeit als Weiterbildungsleiterin vertieft sie sich gerne immer wieder in neue Themenbereiche der Sprachförderung. Dabei versucht sie auch, ihre Erkenntnisse als Tanzpädagogin und die Freude an der Bewegung mit dem Sprachunterricht zu verbinden.
Calvin Möcke besitzt mehrjährige Unterrichtserfahrung im Bereich DaF/DaZ und arbeitet mit unterschiedlichen Zielgruppen. Ein besonderer Fokus seiner Kurse liegt darauf, nebst dem Spracherwerb den Teilnehmenden nachhaltige Lernstrategien zu vermitteln. Zudem ist es ihm ein Anliegen, im Unterricht authentische Sprech- und Schreibanlässe zu schaffen, analog und digital. In seiner Freizeit interessiert er sich dafür, neue Kultur- und Sprachräume zu erkunden.
Cheima Ben Aribia
Jan-Oliver Eberhardt
Karin Fux
Thomas Studer