Schritt für Schritt werden die Lernenden zum nächsten Sprachniveau geführt. Die Progression wird durch zehn Einheiten pro Band flach gehalten. Dies ermöglicht ein adressatengerechtes Lernen mit dem übergeordneten Ziel, Deutsch zu verstehen und sich in der Schweiz verständigen zu können.
Das Lehrwerk thematisiert die Aussenerfahrungen der Teilnehmenden. Dadurch können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit ihren Kenntnissen und Fähigkeiten zum Unterricht beitragen. Der handlungsorientierte Unterricht basiert auf kommunikativen Aufgaben, und die Lernenden setzen sich selbsttätig mit dem Lerngegenstand auseinander. Dabei entwickeln sie Lernstrategien, die sie im Laufe der Zeit zu einem eigenen Repertoire an Lerntechniken ausbauen. So übernehmen sie Verantwortung für den eigenen Lernprozess.
«Deutsch in der Schweiz» trägt zur sozialen und beruflichen Integration der Deutschlernenden bei. Das Lehrwerk ermöglicht den Kursteilnehmenden, die sprachlichen Mittel zu erwerben, um am gesellschaftlichen Leben in der Schweiz teilzuhaben – sowohl im privaten, nachbarschaftlichen wie auch im öffentlichen Raum, in der Arbeitswelt oder im Erwachsenenbildungsbereich.
Der Spracherwerbsprozess wird in «Deutsch in der Schweiz» durch ausserschulische Impulse und Sprachsituationen unterstützt und geprägt. Produktive Kenntnisse der deutschen Sprache sowie rezeptive Grundkenntnisse der lokalen Mundartvarianten befähigen die Lernenden, mit Deutsch und/oder Mundart sprechenden Personen zu kommunizieren.
Mit den fünf Einheiten mit alltagsbezogenen Inhalten können die Lernenden elementare Sprachhandlungen in den Bereichen Rezeption, Produktion und Interaktion mündlich und schriftlich erproben und einüben. Parallel zum Aufbau der Lernkompetenzen erhalten die Lernenden die Möglichkeit, einige grundlegende Verstehens- und Mitteilungsfähigkeiten auf Deutsch zu erarbeiten. Anhand ausgewählter grammatischer Strukturen verschaffen sich die Lernenden erste Zugänge zum Regelwerk der deutschen Sprache. Die Formen werden in der Tradition signalgrammatischer Ansätze visualisiert, damit die Lernenden die Strukturen leichter erfassen.
Der handlungsorientierte Unterricht basiert auf Aufgaben, die verschiedene sprachliche Aktivitäten fordern. Die Teilnehmenden setzen sich dadurch aktiv mit dem Lerngegenstand auseinander. Lernstrategien werden entwickelt, gelernt und gezielt gefördert.
Die Mundartseiten sind ein wichtiger Bestandteil des Kursbuches. Sie greifen Themen auf, die den Umgang mit der neuen Sprachsituation in der Schweiz erleichtern. Ziel ist, dass die Lernenden ein Gefühl für die Mundart entwickeln. Sie sollen ein gutes Hörverstehen erreichen und erkennen, wann Mundart und wann Standardsprache angebracht ist.
Die Lernenden werden weiter gefördert, sich sprachlich selbstständig und selbstbewusst im Alltag zurechtzufinden. Aussenerfahrungen werden durch den Alltagsbezug und Miniprojekte im Unterricht thematisiert und die relevanten Wortschatzkenntnisse direkt auf- und ausgebaut. Die Teilnehmenden können zunehmend mit ihren Kenntnissen und Fähigkeiten zum Unterrichtsgeschehen beitragen. Das Lernen durch Recherchen und Projekte hat zum Ziel, die im Unterricht erworbenen Fähigkeiten in die Realität umzusetzen und so einen authentischen Transfer zu schaffen. Die Kommunikation rund um das Thema Ausbildung, Arbeit und Arbeitssuche nimmt deshalb in diesem Band viel Raum ein. Parallel zu den Sprachkenntnissen wird sogenanntes Orientierungswissen aufgebaut. Dieses hilft den Migrantinnen und Migranten, Situationen zu erkennen und zu bewältigen. Gleichzeitig bekommen sie Einblicke in typisch schweizerisches soziales und kulturelles Verhalten.
Pro Einheit findet sich eine Porträtseite, auf der es um eine Schweizerin oder einen Schweizer geht. Nach vielen landeskundlichen Informationen, die im Laufe der Deutschkurse mit «Deutsch in der Schweiz» aufgenommen wurden, arbeitet man nun im Niveauband B1 gezielt auf das Einbürgerungsverfahren hin.
Die Progression ist im dritten Band etwas steiler, die Lernenden sind stärker gefordert. In der alltäglichen Kommunikation ist das Hörverstehen von zentraler Bedeutung. Nicht nur im Gespräch mit anderen Personen, sondern auch bei Hörtexten zum Beispiel in Radio und Fernsehen müssen die Aussagen – und deren Untertöne – verstanden werden. Hörverstehen wird zudem im täglichen Leben aufgrund der Konfrontation mit Mundart und verschiedenen Dialekten wichtiger. Deshalb gibt es fünf Audio-CDs mit Hörtexten.