«Die Buchstabenreise» bietet strukturierte Zugänge zur phonologischen Bewusstheit, zur Grafomotorik und zu den Lesestrategien. Der Schriftspracherwerb der Kinder wird in anregenden Lernumgebungen gefördert, die auch viele Möglichkeiten der Differenzierung beinhalten.
Der Sprachunterricht mit der «Buchstabenreise» besteht aus angeleiteten Sequenzen und Arbeitsphasen, die durch die Kinder selbstständig organisiert werden. Das Sprachbuch bildet jeweils den Ausgangspunkt für die Sequenz «Treffpunkt». Sie dient dem Aufbau gemeinsamer Spracherfahrungen in der Lerngruppe. Im «Sprachtraining» arbeiten die Kinder an Aufgaben, die wichtige Teilkompetenzen ansprechen. Die Aufgabenstellung und der zeitliche Umfang der Arbeiten sind vorgegeben, die Reihenfolge beim Erledigen können die Kinder selber wählen. Das «Sprachatelier» bietet den Kindern grosse Spielräume bei der Gestaltung der Aufgaben. Sie wählen, in welchem Bereich sie sich vertiefen möchten. Durch die Individualisierung der Arbeit werden die unterschiedlichen Entwicklungen der Kinder anerkannt.
Zur Beurteilung der Teilkompetenzen des Schriftspracherwerbs gibt «Die Buchstabenreise» der Lehrperson ein praktisches Werkzeug in die Hand: den Bogen «Sprachkompetenzen einschätzen». Damit kann sie die einzelnen Kinder nach klaren Kriterien beobachten und die Bemerkungen in einem Raster festhalten. Dieses dient als Grundlage für Fördermassnahmen. Die Lernstandbestimmung «Das kann ich schon!» zur allgemeinen Einschätzung der Lese- und Schreibentwicklung wird in regelmässigen Abständen verwendet. Aus den Kopiervorlagen wählt die Lehrperson jene aus, die aufgrund des beobachteten Lernstands am besten zur Förderung des einzelnen Kindes geeignet sind.
«Die Buchstabenreise» hält die Kinder dazu an, gewisse Arbeiten selbstständig auszuführen. Zur Unterstützung dieser Arbeitshaltung werden Figuren eingeführt, die Arbeitstechniken verkörpern. Die Figuren kommen im Sprachbuch, im Arbeitsheft und auf den Kopiervorlagen vor.
Anna steht für das Trainieren, das Dranbleiben an einer Sache.
Nino zeigt an, dass das Kind kreativ sein darf.
Ali steht für konzentriertes und genaues Arbeiten.
Lea weist die Kinder darauf hin, dass sie selbst zuerst versuchen sollen, die Aufgabe zu verstehen. Lea denkt und forscht gerne.
Die beiden Tierfiguren Yoyo und Xerxes, Katze und Hund, weisen auf das Arbeiten zu zweit hin.
«Die Buchstabenreise» ist kompetenzorientiert und damit dem Lehr- und Lernverständnis des Lehrplans 21 verpflichtet. Eine detaillierte Übersicht, wie «Die Buchstabenreise» die Kompetenzbereiche und Handlungsaspekte des Lehrplans 21 berücksichtigt, finden Sie im Kompetenzraster.
Die Arbeit mit der «Buchstabenreise» ist in sieben Einheiten gegliedert, die den roten Faden durchs Lehrwerk bilden. Jede Einheit stellt einen Sprachlernbereich ins Zentrum.
Die Schülerinnen und Schüler handeln und forschen im sprachlich-kognitiven Bereich, ihrer individuellen Sprachentwicklung entsprechend. Diese Entdeckungsreise soll sie zum Lesen und Schreiben motivieren.
Die Kinder üben, sich als Sprechende verständlich und der Sache angemessen auszudrücken und als Zuhörende das Gehörte aufzunehmen und zu verarbeiten. Es werden Gesprächsregeln eingeführt, um bewusster und sorgfältiger miteinander umzugehen.
Die Freude am Entziffern von Schrift und die zunehmende Geläufigkeit in der Phonem-Graphem-Zuordnung motivieren die Schülerinnen und Schüler zum Lesen. Wörter, die sie leicht erkennen oder erlesen können, bekommen eine immer grössere Bedeutung.
Schrift wird in verschiedenen Zusammenhängen gebraucht: informierend, erzählend oder auffordernd. In dieser Einheit entdecken die Kinder die Verwendungen von Schrift und probieren sie aus.
Die Schülerinnen und Schüler machen gezielt sprachliche Beobachtungen und Entdeckungen in Wörtern, Texten und Bildern. Die Schreibung von schwierigen (nicht lautgetreuen) Wörtern lernen sie forschend kennen.
Die Klasse lernt eine einfache Variante von Projektarbeit kennen, indem sie gemeinsam ein Projekt erarbeitet. Die bisherigen Unterrichtsstrukturen werden verändert, d. h., die Lernarrangements Sprachtraining und Sprachatelier werden nun aufgehoben. Die Kinder organisieren sich selbst und übernehmen Selbstverantwortung, sie arbeiten zielorientiert, interessenbezogen und interdisziplinär.
Zum Abschluss des Schuljahres stehen den Kindern verschiedene Textaufgaben zur Verfügung, die erhöhte Anforderungen an die Lesekompetenz stellen. Das Angebot reicht von einfachen Sätzen bis zu anspruchsvollen Texten.
Das Team der «Buchstabenreise» verfügt über ein grosses Fachwissen und viel Erfahrung im Bereich Anfangsunterricht Lesen und Schreiben. Es garantiert Qualität und eine einfache Umsetzung im Unterricht.
Fachdidaktische Leiterin
Sandra Baumann, Deutschdidaktikerin an der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW
Autorinnen und Autor aus der Schulpraxis
Gabi Bühler, schulische Heilpädagogin und Primarlehrerin
Maria Schwendimann, Dozentin für Fachdidaktik Deutsch und Primarlehrerin
Kathrin Siebenhaar, Kindergärtnerin und Primarlehrerin
Heiner Simonsen, Heilpädagoge
Redaktionelle Projektleitung
Vera Inderbitzin, Klett und Balmer Verlag